Allgemein
Die hier beschriebene Einbauweise ist eine von vielen und soll nur empfehlenden Charakter haben.
Etwaige Rechtsansprüche können aus dieser Empfehlung nicht hergeleitet werden.
Bodenluft
Hier wird oft der untere Luftspalt von 7 mm nach DIN 18101 als Maßstab zugrunde gelegt. Hierbei handelt es sich aber um das rechnerische Maß einer Herstellnorm, das aus der dortigen Maßfestlegung resultiert und aufgrund zulässiger und notwendiger Herstelltoleranzen deutlich davon abweichen kann. Ein unterer Luftspalt von 7 mm wird bei normalen Wohnraumtüren häufig als zuviel angesehen. Es hat sich deshalb bewährt, Zarge und stets Türblatt gemeinsam einzubauen.
Für den zur Funktion des Türelementes notwendigen unteren Luftspalt ist beim Einbau der Zarge Sorge zu tragen. Gegebenenfalls muss die Zarge vor dem Einbau gekürzt oder beim Einbau unterfüttert werden (z.B. bei im Schwenkbereich der Tür nicht ebenen Fußböden).
Drückermontage
Beim Anziehen der Schrauben der Drückerschilder / -Rosetten ist darauf zu achten, dass die Schlosstaschenwange dabei nicht zusammengezogen wird. Dies ist sehr häufig bei Verwendung von Akku-Schraubern der Fall und führt zur Beeinträchtigung der Funktion von Schloss und Drücker.
Versiegelung
Beim Einbau von Zargen auf Fußbodenbelägen, die feucht gepflegt werden können, ist die Fuge zwischen Zarge und Fußbodenbelag beim Einbau gegen Feuchtigkeitseintritt zu schützen (z.B. durch Verfugen mit einer dauerelastischen Masse).
Abkleben
Müssen Zargenteile zum Schutz z.B. bei Anstricharbeiten oder ähnlichen Arbeiten abgeklebt werden, sind geeignete Klebebänder z.B. Tesa Krepp 4306 zu verwenden! Nicht verwendet werden dürfen: PVC-, Gewebe- und sehr stark klebende Bänder. Die im Klebstoff enthaltenen Weichmacher können schon nach kurzer Zeit zu Lackablösungen oder gar zu Ausrissen in der Oberfläche führen.
Behandeln Sie Tür und Zarge wie Möbelstücke
Holz reagiert auf Sonnenlicht mit Verfärbung. Haftkleber und Lösemittel greifen die Oberfläche an, deshalb Vorsicht bei Aufklebern, Klebebändern u. ä.. Vermeiden Sie scharfe Reiniger und Scheuermittel.
Kein Reklamationsgrund ist
  • Unsachgemäßes Lagern (ohne Folie / Karton) z.B. ungeschützt vor Feuchtigkeit, Staub, Sonne
  • Unsachgemäßer Einbau der Zarge (z.B. mit falschem Werkzeug, wodurch Dellen oder Kratzer entstanden sind)
  • Einbau der Türen / Zargen in einem Raum mit zu hoher Luftfeuchtigkeit
  • Einbau der Türen / Zargen trotz Produktionsfehler oder falschen Maßen
  • Verzug der Türen bis 5mm, z.B. durch Feuchtigkeit und Wärme (gemessen wird senkrecht mit einer Wasserwaage)
  • Verzug der Zargen bis 2,5mm bei Wanddicke >125mm (gemessen wird senkrecht mit einer Wasserwaage auf der Falzbekleidung), bei kleineren Wanddicken kann dieser Wert überschritten werden und ist bei der Montage zu korrigieren.
Ganz wichtig
Unserer Empfehlung: Die Zargen ca. 3 Tage vor dem Einbau in den Räumen lagern, in denen sie eingebaut werden sollen So kann sich das Holz an die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit gewöhnen. (Achtung: Vom Einbau in Räumen mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit wird abgeraten – bei einer Lufttemperatur von etwa +15°C bis +20°C nicht höher als 55% Luftfeuchtigkeit).
Haftungshinweis
Vor Zusammenbau und Einbau ist zu prüfen, ob Fabrikationsfehler vorhanden sind. Keine Haftung kann bei unsachgemäßer Behandlung / Wartung, fehlerhafter Montage und natürlich Abnutzung übernommen werden. Beanstandungen werden nach dem Einbau nicht mehr berücksichtigt.
(Diese Angaben sind nach bestem Gewissen, jedoch ohne Gewähr)